Der Spiegel ist in der Regel einer der anspruchsvollsten Bereiche, die mit Autofolie foliert werden. Ein falscher Schritt kann das Material verformen. Hier sind einige Tipps, wie Sie ihn in einem Stück bis zur Kante effizient und hochwertig folieren:
Reinigen Sie den Bereich wie üblich, bevor Sie ihn mit Autofolie folieren. Wenn der Bereich nicht gründlich gereinigt wird, kann sich das Material mit der Zeit ablösen oder hochspringen. Führen Sie außerdem Ihr Messer zur Vorbereitung in die Nut des Spiegels ein und ertasten Sie sie, da Sie später einen präzisen Schnitt machen müssen. Wenn Sie einen Bereich mit einem Stück Folie folieren, kann ein falscher Schnitt alles ruinieren.
Nun können Sie die Autofolie anbringen. Sie können die Karosserielinie am Spiegel als Orientierung verwenden. Achten Sie darauf, das Material an der Kante nicht zu stark zu dehnen, da es sich mit der Zeit wieder zusammenzieht. Versuchen Sie, die Folie auf dem Bereich möglichst spannungsfrei auszulegen und sie an der Karosserielinie zu fixieren.
Erwärmen Sie anschließend die Ecken leicht. Erwärmen Sie dabei den Bereich außerhalb des zu folierenden Teils, um das äußere Material weich zu machen. Anschließend können Sie die Folie bis zur Kante auslegen. Ecken sind immer schwierig. Führen Sie das Material in die Ecken.
Sobald das Material ausgelegt und entspannt ist, passen Sie es mit einer weichen Rakel an. Wenn Sie die Kante erreichen, können Sie das Material anheben. Achten Sie darauf, es von der Kantenleiste weg anzuheben und die Folie in den Sockel einzulegen. Damit ist der obere Bereich des Spiegels fertig.
Danach können Sie mit dem unteren Bereich fortfahren und genau dasselbe tun wie oben: Legen Sie das Material mit leichter Wärme gleichmäßig und spannungsfrei bis zur Kante aus. Vergessen Sie dabei nicht, den Bereich außerhalb des zu folierenden Teils zu erwärmen. Machen Sie einen Entlastungsschnitt, wenn die Folie im Sockel entspannt werden muss.
An diesem Punkt können Sie die Falten im Bereich prüfen und beurteilen, die Autofolie entsprechend wieder anheben und erwärmen. Erwärmen Sie den Bereich erneut etwa 7,6 bis 10,2 cm unterhalb des zu folierenden Bereichs. Rakeln Sie das Material dann sorgfältig bis zur Gummileiste herunter.
Bei den Ecken gehen Sie genauso vor: Heben Sie das Material an, geben Sie ihm möglichst viel Raum zum Entspannen und erwärmen Sie es leicht. Legen Sie die Folie anschließend aus. Arbeiten Sie behutsam und direkt zu den Ecken hin. So entspannen Sie das Material an der Seite.
Sobald die Folie auf der Hauptfläche sitzt, erwärmen Sie sie – dies ist jedoch noch kein Nachheizen. Erwärmen Sie jetzt alle Kanten, damit der Klebstoff auf dem gesamten Spiegel aktiviert wird. Warten Sie dann 30 Minuten, damit der Klebstoff gleichmäßig in den Lack fließt und sich setzt.
Nach etwa 30 Minuten können Sie mit dem Nachheizen beginnen. Lassen Sie den Spiegel anschließend vor dem Schneiden abkühlen. Heben Sie die Folie an und legen Sie sie, sobald sie bereit ist, noch einmal ein. Entspannen Sie das Material an der Kante. Da die Folie nacherwärmt wurde, sollten Sie sie jedes Mal erneut einlegen, wenn Sie sie anheben. An der Kante besteht jetzt keine Spannung mehr. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis das Material aus allen Blickwinkeln perfekt sauber und straff eingelegt ist.
Wenn die Folie korrekt eingelegt ist, können Sie mit dem Schneiden beginnen. Schneiden Sie nicht vor dem Einlegen, da das Material sonst zu kurz werden könnte und der Bereich nicht vollständig abgedeckt wird. Schneiden Sie auf der Seite der Leiste, dann bleibt genügend überschüssige Folie, um sie um die Kante zu legen. Die Spitze Ihrer Klinge sollte sich nur knapp in der Nut befinden. Entfernen Sie anschließend die überschüssige Folie und versiegeln Sie die Kante.
So erhalten Sie eine perfekte Vollabdeckung mit hoher Qualität und langer Haltbarkeit. Wenn Sie einen Spiegel alternativ nicht bis zur Kante folieren möchten, können Sie auch Knifeless Tape verwenden. Mehr erfahren Sie über Folierungstipps auf teckwrap.com