Es gibt eine Art von Vinylfolie für Fahrzeugfolierung, die einer Glanzfolie sehr ähnelt. Sie ist jedoch in einer Hinsicht recht charakteristisch – nämlich die perlmuttartige Folie. Wenn Sie sie mit einer Glanzfolie verwechseln und entsprechend verarbeiten, kann dies sehr wahrscheinlich eine Nacharbeit erforderlich machen.
Daher finden Sie hier einige Informationen, die Sie über perlmuttartige Folie kennen sollten, damit Sie Fehler dieser Art vermeiden.
Standardtyp der Vinylfolie
Perlmuttartige Folie gilt als Standardfolie. Sie besteht also aus zwei Farbschichten oder manchmal aus einer Farbschicht plus einer Laminierung.
Richtungsempfindlich!
Wie erwähnt, sieht eine perlmuttartige Vinylfolie einer Glanzfolie sehr ähnlich. Der entscheidende Unterschied besteht jedoch darin, dass eine Glanzfolie nicht richtungsgebunden ist und in jeder Richtung ohne Risiko verarbeitet werden kann. Eine perlmuttartige Folie hingegen ist richtungsgebunden.
Der Unterschied zwischen den einzelnen Bahnen kann bei der Montage schwer zu erkennen sein. Daher ist es wichtig, dass der Folierer vor dem Anbringen auf der Trägerfolie jeder Bahn eine einheitliche Ausrichtung markiert.
Standardmäßige Rakeltechnik
Wenn der Folierer eine Bahn verarbeitet, kann entweder ein weicher oder ein mittlerer Rakel verwendet werden – achten Sie lediglich darauf, einen brandneuen Buffer zu nutzen, um eine hochwertige Oberfläche sicherzustellen.
Beim Rakeln gibt es nichts Anspruchsvolles. Ein standardmäßiger, überlappender Rakelstrich reicht aus, um das beste Ergebnis zu erzielen.
100 % selbstheilend
Sollten während der Montage Falten oder leichte Kratzer entstehen, können Sie Wärme anwenden und die Vinylfolie für Fahrzeugfolierung selbst heilen lassen. Da es sich bei der perlmuttartigen Folie um einen Standardtyp handelt, heilt sie zu 100 % selbst. Sie können sie mit einem Propanbrenner oder Heißluftföhn erwärmen und anschließend erneut anbringen.
Hohe Oberflächenenergie
Das ist ebenfalls der Glanzfolie sehr ähnlich. Die perlmuttartige Folie verfügt über eine hohe Oberflächenenergie. Wenn Sie also eine Überklebung darauf anbringen müssen, müssen Sie die perlmuttartige Folie auf dem Untergrund nicht vorbereiten.
Standardmäßige Stretch-Technik
Beim Dehnen einer perlmuttartigen Folie können Sie die übliche Heat-and-Pull-Technik verwenden.
Es kann vorkommen, dass Sie sie versehentlich zu stark dehnen (das ist jedoch etwas schwer zu erkennen, da Sie lediglich eine leichte Farbveränderung in der Oberfläche sehen würden, der Glanz bleibt unverändert). Tritt dies ein, können Sie die Folie erwärmen und den Memory-Effekt auslösen. Die Folie heilt dann selbst und kann erneut angebracht werden.
Insgesamt ist die Verarbeitung einer perlmuttartigen Folie nicht allzu schwierig. Dennoch gibt es einige Punkte, die Folierer beachten sollten, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Hoffentlich hat Ihnen dieser Artikel etwas Inspiration gegeben. Viel Erfolg beim Folieren!