Im Laufe der Jahre wurden immer mehr Technologien entwickelt, um das Erlebnis bei der Verarbeitung von Autofolie zu verbessern. Die Luftkanaltechnologie ist eine bedeutende Entwicklung darunter.
Seit ihrer Einführung auf dem Markt können Verarbeiter die meisten Projekte mit Autofolie deutlich einfacher handhaben. Doch Komfort bringt in der Regel Vor- und Nachteile mit sich. Um unnötige Probleme zu vermeiden, sollten Sie stets genau verstehen, wie sie funktioniert.
Früher, ohne Luftkanaltechnologie, wurden alle Autofolien mit einem glatten Klebstoff versehen. Das bedeutet, dass das Material sofort zu 100 % an der Oberfläche haftet, sobald es diese berührt. Daher ist die Haftkraft sehr stark. Das ist bis zu einem gewissen Grad vorteilhaft, da Sie sich keine Sorgen machen müssen, dass sich die Folie leicht ablöst.
Bei der Verarbeitung bereitet dieser starke Klebstoff Folierern jedoch Schwierigkeiten. Die Folie lässt sich nur sehr schwer wieder anheben, insbesondere wenn Sie sie neu positionieren müssen. Bei einer aggressiv haftenden Folie kann sie beim Anheben sogar reißen. Außerdem müssen Sie bei Blasen, die nach dem Folieren entstehen, mit einem spitzen Gegenstand ein Loch stechen, um die Luft abzulassen.
Diese Probleme gehören jedoch der Vergangenheit an, seit die Luftkanaltechnologie entwickelt wurde und Hersteller begannen, Kanäle in den Klebstoff der Trägerfolie einzuarbeiten. Dabei prägt die Trägerfolie ein Muster in die Klebstoffseite ein.
Mithilfe dieser Kanäle müssen Sie Blasen in der Autofolie nicht mehr aufstechen. Drücken Sie sie einfach an und verteilen Sie die Luft über diese Kanäle nach außen. Auch das Anheben des Materials wird dadurch deutlich einfacher.
Andererseits ist die Haftkraft einer Folie mit Luftkanaltechnologie nicht so stark wie bei einem Material mit glattem Klebstoff, obwohl die Kanäle im Laufe der Zeit immer kleiner geworden sind. Daher sollten Sie an bestimmten Stellen gegebenenfalls einen Haftvermittler verwenden.
Aufgrund der geringeren Anfangshaftung müssen Sie ein foliertes Fahrzeug möglicherweise länger als 24 Stunden stehen lassen, bis sich der Klebstoff vollständig mit der Oberfläche verbunden hat. (Erfahren Sie in unserem vorherigen Artikel „Nutzen Sie Nachwärmen optimal für ein besseres Folierungsergebnis“, warum.)
Auch heute sind noch Autofolien mit glattem Klebstoff auf dem Markt erhältlich. Dabei handelt es sich meist um Budgetfolien, Plotterfolien, Tönung und PPF. Solange Sie wissen, wie der Klebstoff funktioniert, können Sie das Material entsprechend Ihrem Bedarf auswählen und fachgerecht verarbeiten. Weitere Tipps zum Folieren finden Sie auf teckwrap.com