Es ist üblich, ein Fahrzeug für zusätzlichen Schutz mit einer Keramikbeschichtung zu versehen. Die Beschichtung wird auf einer Autofolie und auf der ungeschützten Fahrzeugoberfläche aufgetragen. Gelangt sie auf die Scheiben, kann sie dort lange haften bleiben und bei einer späteren Montage, wenn Sie die Scheiben folieren müssen, eine zusätzliche Herausforderung darstellen.
Durch die Keramikbeschichtung entsteht eine Schutzschicht, die die Oberflächenenergie der Scheiben senkt. Wenn Sie daher sofort Autofolie anbringen, haftet das Material nicht gut, was zu möglichen Qualitätsproblemen führt.
Prüfen Sie daher am besten vor dem Anbringen einer Autofolie die Oberflächenenergie der Scheibe und entfernen Sie die Keramikbeschichtung bei Bedarf. Mit diesem Trick können Sie feststellen, ob Sie die Beschichtung entfernen müssen:
Reinigen Sie die Scheibe gründlich. Zeichnen Sie anschließend mit einem Lackmarker wie Quick Stik eine Linie auf die Scheibe. Ist die Oberflächenenergie hoch genug, sehen Sie eine klare, durchgehende Linie – das bedeutet, dass die Oberfläche folierbereit ist. Sehen Sie hingegen eine verschwommene Linie, ist die Oberflächenenergie sehr niedrig. Dann müssen Sie vor dem Folieren etwas unternehmen.
Um die Keramikbeschichtung vollständig zu entfernen, können Sie einen Propanbrenner verwenden, da die Hitze die niedrige Oberflächenenergie der Beschichtung neutralisiert. Achten Sie jedoch darauf, dass die Temperatur der Scheibe über 20 °C liegt, um Risse im Glas zu vermeiden. Stellen Sie den Propanbrenner auf eine gleichmäßige Flamme ein.
Bewegen Sie den Brenner beim Erhitzen der Scheibe kontinuierlich und lassen Sie die Flamme während des Vorgangs nicht zu lange an einer Stelle stehen. Beginnen Sie an der Außenkante. Erhitzen Sie den Bereich kreisförmig über 360 Grad. Befindet sich außen eine Gummidichtung, achten Sie besonders auf die Flamme, damit sie nicht glänzend wird.
Nachdem Sie die Außenkante erhitzt haben, erwärmen Sie den inneren Bereich abschnittsweise mit überlappenden Flammenbewegungen von einer Seite zur anderen, bis Sie den gesamten Bereich bearbeitet haben. Die niedrige Oberflächenenergie der Keramikbeschichtung sollte nun neutralisiert sein.
Prüfen Sie erneut mit dem Lackmarker. Erhalten Sie eine klare Linie, ist der Bereich bereit zum Folieren. Sie können dann sicher fortfahren und sich auf ein gutes, langlebiges Ergebnis verlassen. Weitere Folierungstipps finden Sie unter teckwrap.com