Falten beim Lesen – Dachfolierung

   Manchmal wirft das Material in einem schwierigen Bereich Falten. Mit einer Kombination verschiedener Techniken und einem geschulten Blick für Falten lässt sich die Qualität und Haltbarkeit der Folierung jedoch erhalten.

   Nehmen wir die Folierung eines Dachs als Beispiel. Dafür haben Sie alles richtig vorbereitet: Sie haben die Bereiche vorgeschnitten, das Panel mit Magneten fixiert, das Trägerpapier entfernt und es auf sich selbst gefaltet, damit Sie es später leichter wieder aufnehmen können.

   Dann beginnen Sie mit der Folierung und formen die Folie zuerst um die Antenne, da dieser Bereich immer wichtig ist. Sie beginnen an der Vorderseite des Dachs, fixieren das Panel mit einem permanenten Scharnier und arbeiten sich anschließend zur Antenne vor. Das sind alles die richtigen Schritte. Doch dann stellen Sie fest, dass sich das Material zu stauen beginnt.

   Wenn Sie das Material wieder anheben, sehen Sie auf der Rückseite des permanenten Scharniers zahlreiche überschüssige Folienbereiche. Dadurch wird das Aufbringen sehr schwierig, da sich nun Falten bilden.

   Das sind häufige Probleme bei der Dachfolierung, da sich dort eine leichte konkave Wölbung befindet.

   An diesem Punkt müssen Sie nicht das gesamte Panel abheben und von Grund auf neu beginnen. Es gibt eine Möglichkeit, die Folie zu kontrollieren, ohne sie stark zu erhitzen und zu überdehnen. Dafür benötigen Sie eine Kombination aus einem Applikationshandschuh und Wärme mit Rakelbewegungen.

   Der Trick besteht darin, den vertieften Bereich zu nutzen, um die Folie zu kontrollieren, indem Sie den oberen Abschnitt über dem vertieften Bereich überbrücken. Statt in den vertieften Bereich hineinzuarbeiten, können Sie mit dem Daumen auf der anderen Seite eine Brücke bilden. Dann werden Sie möglicherweise feststellen, dass sich alle Falten oberhalb des vertieften Bereichs befinden.

   Je nach Faltenbild und Form sind die Falten möglicherweise nicht scharf ausgeprägt. In diesem Fall sollten Sie in der Mitte rakeln und die Lücke zwischen beiden Seiten überbrücken. Die Falten können noch vorhanden sein, sind jedoch nicht stark genug ausgeprägt und werden daher auf sich selbst zurückfallen.

   Erwärmen Sie das Material nun leicht, damit es sich entspannt, und rakeln Sie anschließend auf der tiefen Seite des vertieften Bereichs. Beachten Sie jedoch: Wenn Sie zuerst im flachen Bereich arbeiten, kann an der Ecke zu viel Spannung entstehen.

   Erwärmen Sie die Folie und formen Sie sie gleichmäßig. Die Folie wird wieder glatt und korrekt anliegen. Um dieses Ergebnis zu erzielen, sollten Sie je nach Faltenbild unterschiedliche Techniken und Vorgehensweisen anwenden. Vergessen Sie nicht: Es gehört zur Aufgabe eines Folierers, das Material ständig zu beobachten und die Vorgehensweise entsprechend anzupassen.