Autofolien und Keramikbeschichtung

Vehicle wraps and Ceramic coating

Nicki Ammelung |

Heutzutage gibt es zahlreiche Pflegeprodukte für Autofolie auf dem Markt. Einige sind sogar so praktisch, dass Kunden sie selbst aufsprühen und abwischen können. Dennoch möchten die meisten Kunden die Folie offenbar nicht pflegen. Stattdessen wünschen sie sich eine Komplettlösung.

Dies führt dazu, dass immer mehr Kunden eine Keramikversiegelung als Teil der Folierung wünschen, da sie die Autofolie schützen kann und der Kunde sie nicht selbst pflegen muss.

Tatsächlich kann eine Keramikversiegelung jedoch Farbton oder Farbe der fertigen Autofolie unterschiedlich beeinflussen, je nachdem, welche Folienart Folierer verwenden. Deshalb ist es für Verarbeiter äußerst wichtig, vorausschauend zu planen, die Auswirkungen zu verstehen und sie dem Kunden vor der eigentlichen Anwendung zu zeigen.

Es gibt mehrere Arten von TeckWrap Autofolien, die Folierer auf dem Markt am häufigsten verwenden: Carbon, matt, gebürstet, glänzend und Chrom. Bei jeder Variante verhält sich die Keramikversiegelung anders. Verarbeiter sollten dies an einem Muster testen, sobald ein Kunde eine Folie auswählt und nach der Folierung eine Keramikversiegelung wünscht. Denn wenn die Versiegelung aufgetragen ist und das Ergebnis nicht den Erwartungen des Kunden entspricht, kann eine Nacharbeit erforderlich werden.

Eine Keramikversiegelung kann die Autofolie schützen, indem sie die Oberfläche hart versiegelt und verhindert, dass Feuchtigkeit in die Folie eindringt. In manchen Fällen schützt sie das Vinyl sogar vor UV, sodass es länger gut erhalten bleibt. Das sind die positiven Aspekte. Weniger gut ist es jedoch, wenn sie das vorgesehene Erscheinungsbild der Autofolie verändert.

Um dies zu testen, bereiten Sie fünf verschiedene Folienmuster auf dem Arbeitstisch vor. Bringen Sie bei jedem Muster genau in der Mitte ein dünnes Abdeckband an, um es von oben nach unten in zwei Bereiche zu teilen.

Sobald die Muster vorbereitet sind, tragen Sie die Keramikversiegelung auf die obere Hälfte jedes Musters auf. Für ein professionelleres Ergebnis sollten Handschuh und Applikator bereitliegen. Wischen Sie die Versiegelung mit einem Mikrofasertuch ab und verteilen Sie sie gleichmäßig auf der Oberfläche.

Arbeiten Sie beim Auftragen mit dem Applikator von Seite zu Seite und von oben nach unten. Bei Folien wie gebürsteten und Carbonfolien achten Sie darauf, dass die Versiegelung alle Rillen der Autofolie ausfüllt – falls erforderlich, tragen Sie mehrere Schichten auf.

Sobald alle Muster mit einer Versiegelung versehen sind, ist es wichtig, sie vor dem Trocknen mit einem Mikrofasertuch nachzupolieren. Denn wenn sie mit Schlieren trocknen, bleiben diese dauerhaft sichtbar. Verwenden Sie das Tuch daher, um die Schlieren auszugleichen. Verteilen Sie die Versiegelung gleichmäßig von Seite zu Seite auf den Mustern.

Wenn alles erledigt ist, entfernen Sie das Abdeckband, um den Unterschied bei jeder Folienart zu sehen:

Bei glänzender Folie wirkt der versiegelte Bereich jetzt deutlich tiefer und satter. Die Keramikversiegelung sorgt hier also für einen stärkeren Glanzeffekt. Bei der gebürsteten Folie sehen die beiden Bereiche nicht sehr unterschiedlich aus; tatsächlich sind sie recht gleichmäßig. Bei matter Folie wirkt der versiegelte Bereich dagegen heller, was interessant ist, da viele eher das Gegenteil erwarten würden. Bei Carbonfolie wirkt der versiegelte Bereich dunkler. Bei Chromfolie sieht der unversiegelte Bereich im Vergleich zum versiegelten Bereich deutlich flacher und matter aus. Die beiden Bereiche wirken hier wie völlig unterschiedliche Materialien. Wenn der Kunde also eine hellere Farbe erwartet, ist eine Keramikversiegelung möglicherweise nicht die beste Option.

Es geht darum, dies im Voraus durchzuführen und den Kunden zu zeigen, was mit oder ohne Keramikversiegelung geschieht, damit sie die beste Entscheidung treffen können. Noch besser: Es erspart Verarbeitern unnötige Nacharbeiten. Das ist eine Win-win-Situation für beide Seiten und zeigt dem Kunden zudem, dass der Folierer professionell arbeitet. Dadurch kann der Verarbeiter oder Folierbetrieb auch an Reputation gewinnen.

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