Schneiden ist die Kunst des Folierens. Bei den meisten Teilen mag es einfach sein. Doch überschüssige Folie sauber und präzise abzuschneiden, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die einen sehr guten Folierer von einem hervorragenden Folierer unterscheiden kann. Daher ist sauberes Schneiden nicht nur für Anfänger, sondern auch für fortgeschrittene Folierer eine wesentliche Fähigkeit.
Welche Tricks gibt es also? In diesem Artikel behandeln wir das Thema Punkt für Punkt – von den Messern und Klingen, die Sie zum Schneiden verwenden sollten, bis hin zu den Dingen, die Sie tun und vermeiden sollten.
Arten von Messern und Klingen
Grundsätzlich verwenden Sie zum Schneiden Kunststoffmesser und Metallmesser, meist ein leichtes Universalmesser mit einer 45-Grad- oder 30-Grad-Klinge.
Generell gibt es mehrere Klingenarten, die Sie beim Schneiden verwenden können:
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Edelstahlklinge
Die Edelstahlklinge ist die sicherste von allen. Mit einer 45-Grad-Edelstahlklinge besteht keine Gefahr, die Oberfläche zu schneiden. Bei einer 30-Grad-Edelstahlklinge müssen Sie lediglich darauf achten, die Klinge nicht zu beschädigen, dann können Sie verhindern, dass die Oberfläche eingeschnitten wird.
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Carbonklinge
Carbonklingen gibt es ebenfalls mit 30 oder 45 Grad. Sie sind jedoch härter als Edelstahl, weshalb bei diesem Klingentyp ein hohes Risiko besteht, die Oberfläche einzuschneiden.
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Keramikklinge
Keramikklingen sind extrem scharf und hart. Von allen oben genannten Arten bergen sie das höchste Risiko, die Oberfläche einzuschneiden, und sind definitiv am schwierigsten in der Anwendung.
Was Sie vermeiden sollten
Beim Folieren sollten Sie daher möglichst keine Carbonklinge oder Keramikklinge verwenden, um den Lack nicht zu beschädigen. Ebenso sollten Sie beim Schneiden kein Metallmesser verwenden.
Bei der Verwendung eines Metallmessers müssen Sie die Klinge seitlich führen. Dadurch steigt das Risiko, die Hauptoberfläche zu zerkratzen, erheblich. Außerdem können Sie mit einem Metallmesser zu tief in die Karosserie schneiden und durch die ausgefahrene Klinge eine ungleichmäßige Schnitttiefe erzeugen, was zu einem minderwertigen Finish führt.
Am schlimmsten ist es, wenn Sie beim Schneiden mit der Klinge zu tief gehen: Sie kann sehr leicht die Hauptoberfläche treffen und direkt in die Karosserie schneiden, was eine kostspielige Neulackierung erforderlich macht. Zur Sicherheit ist ein Kunststoffmesser die beste Wahl.
Was Sie tun sollten
Bevor wir darauf eingehen, was Sie tun sollten, klären wir einige Begriffe. Während des Schneidvorgangs werden Kanten in zwei Arten unterteilt.
Die Seite, hinter die die Klinge geführt wird und die vom Klingenwinkel weg liegt, wird als „leer“ bezeichnet. Die andere Seite, hinter die die Klinge nicht geführt wird, heißt „fest“.
Meist schneiden Sie auf der leeren Seite, wobei Ihre Klinge parallel zur Kante verläuft. So ist eine Beschädigung ausgeschlossen. Sie können die Klinge dabei problemlos nach innen und außen anwinkeln.
Ein weiterer Trick ist, mit einer sehr kurzen Klinge zu schneiden. So besteht keine Gefahr, zu tief zu schneiden und die Oberfläche zu beschädigen. Selbst wenn Sie mit einem Kunststoffmesser gegen die Oberfläche drücken, springt die Klinge nicht heraus.
Wichtig ist, den Messerwinkel bei 45 Grad zu halten. Dadurch erhalten Sie einen besonders geraden Schnitt.
Weitere Tipps zum Schneiden
- Brechen Sie vor dem Schneiden ein Klingensegment ab – damit Ihre Klinge besonders scharf ist.
- Fahren Sie vor dem Schneiden mit einem Finger von oben nach unten entlang – um das Material vorzubereiten.
- Standard-Leerschnitt – Stellen Sie sicher, dass Sie auf der leeren Seite schneiden, die Klinge parallel zur Seite und gleichzeitig senkrecht zur Kante halten. So erhalten Sie einen gleichmäßigen Schnitt von oben nach unten. Denken Sie daran, dass der Messerwinkel zur Oberfläche die ganze Zeit bei 45 Grad bleiben muss.
- Fahren Sie bei einem leeren-festen Schnitt erneut mit einem Finger von oben nach unten entlang – um das Material um die Ecke auf die feste Seite zu legen und gleichzeitig die leere Seite zu versiegeln.
- Rakel im 45-Grad-Winkel zur festen Seite – damit das Material keine Falten bildet und Sie einen hochwertigen, sauberen und symmetrischen Schnitt von oben nach unten erhalten.
Das sind einige der wichtigsten Schneidtechniken für Sie. Wir hoffen, dass dieser Artikel Ihnen bei Ihrer Installation hilft oder einige Ihrer Fragen beantwortet. Weitere Folierungstipps finden Sie auf teckwrap.com. Viel Spaß beim Folieren!