Beim Folieren eines Spiegels beginnt man üblicherweise und fachgerecht an der Rückseite der Ecke – also am schwierigsten Bereich – und spart sich die einfachen bzw. flachen Bereiche für zuletzt auf (diese Regel lässt sich auch auf alle anderen zu folierenden Fahrzeugteile anwenden).
Manchmal kann es jedoch überraschen, was dabei herauskommt, wenn Sie die gewohnte Vorgehensweise etwas kreativ abwandeln und auf eine neue Art folieren – vorausgesetzt, Sie verstehen die Autofolie gut genug.
Hier ist zum Beispiel eine Spiegel-Foliertechnik aus einer neuen Perspektive, die auf dem Prinzip basiert, Dreiecke zu bilden und eine Autofolie zu entspannen, um Spannung abzubauen.
Das klingt nicht neu, aber gehen wir es von Anfang an durch. Hier wird es interessant: Wenn Sie die Autofolie auf die Oberfläche eines Spiegels aufbringen, beginnen Sie an der Spitze der Ecke statt an deren Rückseite.
(Wenn das verwendete Material recht steif ist, sollten Sie es vor dem nächsten Schritt leicht erwärmen.)
Heben Sie die Folie auf der anderen Seite nahe der hinteren Ecke an und massieren Sie sie mit den Daumen leicht in der Luft, um sie zu entspannen und die Spannung gleichmäßig zu verteilen. Bilden Sie dabei ein Dreieck. Sobald Sie dies getan haben, haken Sie sie von hinten ein.
Normalerweise entstehen Falten an der vorderen Ecke der Rückseite. Da diese Technik jedoch auf die hintere Ecke ausgerichtet ist, wird die Spannung verlagert und der Folierer kann die Folie mühelos mit der Rakel glatt anlegen.
Durch das Massieren und Entspannen der Folie sowie die Kombination mit der Luftkanalstruktur einer Autofolie entsteht keine Spannung auf der Folie, sodass der Folierer das Material einfach an der Basis fixieren kann.
Als Nächstes müssen Sie nur noch die überschüssige Folie sauber abschneiden und sicherstellen, dass alle Kanten versiegelt sind. So erhalten Sie einen ebenso perfekt folierten Spiegel mit hoher Qualität und langfristiger Haltbarkeit wie mit der herkömmlichen Foliertechnik.