Das Nachheizen ist einer der wichtigsten und entscheidenden Schritte bei der Anbringung einer Autofolie. Es reicht jedoch keinesfalls aus, die Folie zum Abschluss der Arbeit einfach nur nachzuheizen. Entscheidend ist, beim Nachheizen die richtige Temperatur zu verwenden. Ist die Hitze nicht stark genug, um den Memory-Effekt der Autofolie zu beseitigen, ist das Nachheizen wirkungslos.
Führen Sie ein kleines Experiment durch, dann verstehen Sie warum: Nehmen Sie drei gleich lange Streifen Autofolie, dehnen Sie sie um den gleichen Prozentsatz, ziehen Sie sie gleichmäßig und bringen Sie sie fachgerecht auf einer Oberfläche an. Erhitzen Sie sie anschließend bei unterschiedlichen Temperaturen nach, dann können Sie den Unterschied erkennen -
In der Regel geben Hersteller in der Anleitung die geeignete Nachheiztemperatur für verschiedene Folientypen an. Sie können das erste Stück Autofolie auf eine Temperatur erhitzen, die nicht dem Standard entspricht, das zweite bei der richtigen Temperatur nachheizen und das letzte bei einer Temperatur, die über dem geeigneten Wert liegt.
Wenn die Streifen abgekühlt sind, nehmen Sie sie nacheinander ab, aktivieren Sie den Memory-Effekt der Folie durch erneute Wärmezufuhr und beobachten Sie, wie stark sie sich zusammenziehen:
Der erste Streifen, der nicht ausreichend erhitzt wurde, kehrt buchstäblich in seine ursprüngliche Form zurück, weil der Memory-Effekt nicht beseitigt wurde. Der zweite Streifen, der bei der richtigen Temperatur nachgeheizt wurde, weist deutlich weniger Memory-Effekt auf, weil er korrekt nachgeheizt wurde. Der letzte Streifen hingegen schrumpft kaum, weil er bei einer höheren Temperatur nachgeheizt wurde.
Je höher die Temperatur ist, mit der Sie das Material erhitzen, desto besser können Sie die Form der Autofolie erhalten. Zunächst müssen Sie beim Nachheizen jedoch die geeignete Temperatur erreichen. Vergessen Sie nicht, vorher die Anleitung zu prüfen, um den richtigen Wert zu ermitteln.
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