Um Ecken mit Autofolie zu folieren, wird meist die Technik des kalten Vordehnens angewendet: Dreiecke bilden und Entlastungsschnitte setzen. Doch es gibt noch einen weiteren Trick. In Kombination mit dieser Methode erzielen Sie noch einfacher ein hochwertiges Finish.
Bei diesem Trick schütteln Sie die Autofolie nach dem Aufbringen auf die Oberfläche auf und entspannen sie, anstatt sie sofort nach unten zu ziehen oder Wärme einzusetzen. Bei einer mehrlagigen Folie ist Wärme riskant, da sie die Folie überdehnen könnte. Durch bloßes Schütteln kann sich das Material jedoch entspannen, sodass Sie es beim anschließenden Ziehen weiter folieren können.
Nehmen wir eine Motorhaube als Beispiel. Sobald Sie das Material auf die Oberfläche aufbringen, entstehen aufgrund der Spannung Falten, insbesondere an den Ecken. Bevor Sie die Autofolie erneut anheben und Dreiecke bilden, schütteln Sie die Folie von einer Seite zur anderen.
Dadurch verteilt sich die Spannung an der Ecke und wird gleichmäßiger. Starke Falten werden dann schwächer. Da die Spannung bereits abgeleitet wurde, können Sie die Folie nun anheben, Dreiecke bilden und ziehen. Die Kombination der Schütteltechnik mit kaltem Vordehnen erleichtert Ihnen die Arbeit erheblich.
Wenn Sie das Material erneut anheben und sofort ziehen, könnten Sie es durch zu starkes Ziehen überdehnen. Mit diesem Schütteln können Sie die Dehnung jedoch ohne Druck unter drei Prozent halten. Der größte Vorteil des Schüttelns ist, dass die Integrität der Folie erhalten bleibt. Dadurch erhöht sich auch ihre langfristige Haltbarkeit.
Wenn Sie also das nächste Mal die Technik des kalten Vordehnens anwenden müssen, vergessen Sie nicht, diesen Trick auszuprobieren: Schütteln Sie die Folie auf und schütteln Sie die Spannung heraus. Das macht Ihre Arbeit deutlich einfacher und schneller. Vor allem erhalten Sie ohne Risiko ein vielversprechendes Ergebnis mit hoher Qualität und langer Haltbarkeit.