Farbwechsel-Autofolie zählt zu den auffälligsten Blickfängen unter der gesamten Vielfalt an Autofolien. Schönheit ist jedoch manchmal nicht ohne zusätzlichen Aufwand zu haben. Beim Folieren mit Farbwechsel-Autofolie muss der Folierer einige zusätzliche Punkte beachten.
Richtungsgebunden
Farbwechsel-Autofolie ist eine mehrlagige Folie, die etwas dicker als eine Standard-Autofolie ist, da sie für den Farbwechseleffekt eine zusätzliche Schicht benötigt. Aufgrund dieses Effekts ist Farbwechsel-Autofolie strikt richtungsgebunden. Alle angebrachten Bahnen müssen in einer einheitlichen Richtung ausgerichtet sein. Um dies richtig umzusetzen, können Sie vor dem Anbringen das Logo auf dem Trägerpapier prüfen und sicherstellen, dass die Bahnen in dieselbe Richtung zeigen. Falls sich kein Logo auf dem Trägerpapier befindet, können Sie Ihre Bahnen vorher mit Pfeilen markieren.
Rakel und Puffer entsprechend wählen
Für Farbwechsel-Autofolie eignet sich entweder eine mittelharte oder eine weiche Rakel. Sie können die Standard-Rakeltechnik verwenden, solange Sie die Rakel in einem flachen Winkel halten.
Auch den Puffer sollten Sie entsprechend auswählen. Farbwechsel-Autofolie ist in der Regel entweder hochglänzend oder satiniert. Bei einer Hochglanzoberfläche wählen Sie einen trockenen Puffer. Bei einer satinierten Oberfläche verwenden Sie stattdessen einen nassen Puffer.
Wärme entsprechend einsetzen
Wie Sie Wärme einsetzen, hängt ebenfalls von der Art Ihrer Farbwechsel-Autofolie ab. Bei einer Hochglanzoberfläche können Sie entweder einen Propanbrenner oder eine Heißluftpistole verwenden. Bei einer satinierten Farbwechsel-Autofolie sollte eine Heißluftpistole Ihre einzige Option sein.
Keine 100%ige Selbstheilung
Da Farbwechsel-Autofolie eine mehrlagige Folie ist, kann sie sich möglicherweise nicht zu 100 % selbst heilen, insbesondere wenn während der Montage Falten entstehen. Denn durch die Falten können sich die Schichten voneinander trennen. Dasselbe kann auch bei einer Überdehnung der Folie passieren, da eine Überdehnung ebenfalls die Schichten trennen kann.
Das bedeutet, dass Sie beim Folieren mit Farbwechsel-Autofolie besonders sorgfältig vorgehen müssen. Achten Sie beim Erwärmen oder Dehnen auf eine gründliche und gleichmäßige Vorgehensweise. Andernfalls verändern sich Farbe und Oberfläche der Folie.
Wenn Sie eine Bahn wieder anheben und durch Wärme den Memory-Effekt auslösen, besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass sie sich nicht selbst heilt. In diesem Fall müssen Sie eine neue Bahn anbringen, was zusätzliche Kosten verursacht. Denken Sie daher daran, die Dehnung der Bahn stets unter 10 % zu halten.
Mehr Wärme zum Nachheizen
Zum Nachheizen benötigt Farbwechsel-Autofolie aufgrund ihres mehrlagigen Aufbaus mehr Wärme als Standard-Autofolien. Vergessen Sie nicht, alle Kanten und alle gedehnten Bereiche der Folie nachzuheizen.
Wenn Sie diese fünf Tipps beachten, wird das Folieren mit Farbwechsel-Autofolie für Sie ein Kinderspiel sein. Nach Abschluss erwartet Sie eine beeindruckende Oberfläche. Viel Spaß beim Folieren!