Schneiden ist die Kunst des Folierens. Bei den meisten Teilen mag es einfach sein. Doch den überschüssigen Film sauber und präzise abzuschneiden, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die einen sehr guten Installateur von einem großartigen Installateur unterscheidet. Sauberes Schneiden ist daher eine wesentliche Fähigkeit nicht nur für Anfänger, sondern auch für fortgeschrittene Folierer.
Welche Tricks gibt es also? In diesem Artikel gehen wir Punkt für Punkt darauf ein – von der Frage, welche Arten von Messern und Klingen Sie verwenden sollten, bis hin zu dem, was Sie tun und vermeiden sollten.
Arten von Messern und Klingen
Grundsätzlich verwenden Sie zum Schneiden ein Kunststoffmesser und ein Metallmesser, meist ein leichtes Universalmesser mit einer 45-Grad-Klinge oder einer 30-Grad-Klinge.
Generell gibt es mehrere Klingenarten, die Sie beim Schneiden verwenden können:
Klinge aus Edelstahl
Die Edelstahlklinge ist von allen die sicherste. Mit einer 58-Grad-Edelstahlklinge besteht keine Gefahr, die Oberfläche zu schneiden; bei einer 30-Grad-Edelstahlklinge müssen Sie lediglich darauf achten, die Klinge nicht einzudrücken, dann bleibt die Oberfläche unversehrt.
Kohlenstoffklinge
Auch Kohlenstoffklingen gibt es mit 30 oder 58 Grad. Sie sind jedoch härter als Edelstahl, daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, mit dieser Klingenart die Oberfläche zu schneiden.
Keramikklinge
Keramikklingen sind extrem scharf und hart. Sie haben von allen oben genannten Klingen die höchste Wahrscheinlichkeit, die Oberfläche zu schneiden, und sind in der Anwendung definitiv am schwierigsten.
Was zu vermeiden ist
Beim Folieren sollten Sie daher wahrscheinlich weder eine Kohlenstoffklinge noch eine Keramikklinge verwenden, um Lackschäden zu vermeiden. Was Sie ebenfalls vermeiden sollten, ist die Verwendung eines Metallmessers beim Schneiden.
Bei der Verwendung eines Metallmessers müssen Sie die Klinge seitlich anführen. Dadurch steigt die Gefahr, die Hauptoberfläche zu zerkratzen, erheblich. Außerdem können Sie mit einem Metallmesser zu tief in die Fahrzeugkarosserie geraten und durch die ausgefahrene Klinge eine ungleichmäßige Schnitttiefe erzeugen, was zu einem minderwertigen Finish führt.
Das Schlimmste ist: Wenn Sie mit der Klinge beim Schneiden zu tief gehen, kann sie sehr wahrscheinlich die Hauptoberfläche erreichen und direkt in die Karosserie schneiden, was zu einer kostspieligen Neulackierung führt. Zur Sicherheit ist das Kunststoffmesser daher die beste Wahl.
Was zu tun ist
Bevor wir darauf eingehen, was zu tun ist, klären wir hier zunächst einige Begriffe. Die Kante wird beim Schneiden in zwei Arten unterteilt.
Die Seite, hinter der die Klinge entlangläuft und die vom Klingenwinkel wegführt, wird als „empty“ bezeichnet. Die andere Seite, bei der die Klinge nicht dahinterläuft, wird als „solid“ bezeichnet.
Meist schneiden Sie auf der empty-Seite, und Ihre Klinge verläuft parallel zur Kante, was absolute Sicherheit vor Beschädigungen gewährleistet. Sie können den Winkel der Klinge problemlos leicht nach innen und außen variieren.
Ein weiterer Trick besteht darin, mit einer sehr kurzen Klinge zu schneiden; so besteht praktisch keine Gefahr, zu tief zu schneiden und die Oberfläche zu beschädigen. Außerdem springt eine Klinge aus einem Kunststoffmesser selbst dann nicht heraus, wenn Sie gegen die Oberfläche drücken.
Wichtig ist, dass Ihr Messerwinkel bei 45 Grad bleibt. So erhalten Sie einen extrem geraden Schnitt.
Weitere Tipps zum Schneiden
Klinge vor dem Schneiden einrasten lassen – damit Ihre Klinge besonders scharf ist
Vor dem Schneiden mit dem Finger von oben nach unten streichen – um das Material vorzubereiten.
Standard-Empty-Schnitt – Achten Sie darauf, auf der empty-Seite zu schneiden, wobei die Klinge parallel zur Seite und zugleich senkrecht zur Kante verläuft, damit Sie von oben nach unten einen gleichmäßigen Schnitt erhalten. Und denken Sie daran, dass der Winkel des Messers zur Oberfläche während des gesamten Vorgangs bei 45 Grad bleiben muss.
Und dann bei einem Empty-Solid-Schnitt erneut mit dem Finger von oben nach unten streichen – um das Material an der Ecke auf die solid-Seite zu runden und gleichzeitig die empty-Seite zu versiegeln.
Rakel in einem 45-Grad-Winkel zur solid-Seite – damit sich das Material nicht verzieht und Sie von oben nach unten einen wirklich hochwertigen, sauberen und symmetrischen Schnitt erhalten.
Das sind also einige der wichtigsten Schneidetechniken für Sie. Wir hoffen, dass dieser Artikel Ihnen bei Ihrer Installation helfen oder einige Ihrer Fragen beantworten konnte. Weitere Foliertechniken finden Sie auf teckwrap.com. Viel Erfolg beim Folieren!