Bei der Pflege und Wartung von Autofolien betonen wir oft einen Punkt: Personen, die in hoch gelegenen Gebieten leben, sollten Autofolien besonders regelmäßig reinigen.
Das liegt daran, dass in solchen Gebieten, beispielsweise Bergregionen, die Luft dünner ist und die UV-Schäden im Vergleich zur Belastung auf Meereshöhe zunehmen. Steigt dort zudem die Temperatur, verhält sich die Autofolie anders. Ihre Lebensdauer hängt in diesem Fall davon ab, wie gut der Besitzer sie pflegt. Eine sorgfältigere Pflege ist für Fahrzeuge dort daher unerlässlich.
Auch in anderer Hinsicht wird es etwas schwieriger als gewöhnlich, wenn Sie ein Fahrzeug in solchen Regionen oder an Orten mit heißem Klima folieren, da hohe Temperaturen die Leistung der Autofolie bis zu einem gewissen Grad beeinträchtigen. Das kann für einige Folierer, die in sehr warmen Arbeitsumgebungen arbeiten, frustrierend sein, beispielsweise in Brasilien oder Texas in den USA.
In einer heißen Umgebung erwärmt sich auch das Material. Wenn Sie es im warmen Zustand schneiden und eine Rundung vorhanden ist, wird der Schnitt selbst mit besonders scharfer Klinge schnell ungleichmäßig. Dadurch kann eine ansonsten perfekte Montage scheitern, selbst wenn Sie alles richtig machen.
Wie lässt sich das vermeiden, und was können Sie tun, wenn sich Ihre Autofolie aufgrund einer hohen Werkstatttemperatur erwärmt? In diesem Fall kann etwas Kältespray den Tag retten. Folierer können es bequem in den meisten Baumärkten kaufen.
Bei einer Farbwechselmontage setzen Folierer in schwierigen Bereichen wie der Tankklappe in der Regel einige Entlastungsschnitte, damit sie die Folie richtig einlegen können. Beträgt die Werkstatttemperatur jedoch 25 °C, wird das Material durch die Wärme etwas aggressiver. Das ist kein guter Zeitpunkt für einen Schnitt.
Dann sollten Folierer kurz Kältespray auftragen. Sprühen Sie die Flüssigkeit um den folierten Bereich, in diesem Fall die Oberfläche der Tankklappe. Dadurch wird die Temperatur der Autofolie deutlich gesenkt. Sobald das Material abgekühlt ist, sollte der Folierer es zügig ausrichten und schnell schneiden.
Die niedrigere Temperatur hält etwa ein bis zwei Minuten an. Das hängt davon ab, wie warm die Werkstatt ist. Ein bis zwei Minuten reichen jedoch aus, damit Folierer das Material sauber zuschneiden können.
Nachdem Sie den Schnitt gemacht haben, können Sie die überschüssige Folie abreißen. Danach lässt sich die Folie wie gewohnt sicher anbringen, auch wenn das Material bereits wieder seine normale Temperatur erreicht hat. Der Einsatz von Kältespray hilft Ihnen also aus dieser schwierigen Situation. Das macht besonders bei anspruchsvollen Bereichen wie Spiegeln, Stoßfängern und Kotflügeln einen großen Unterschied.
Dies ist ein hilfreicher Trick für Folierer, die überwiegend in solchen Regionen oder Arbeitsumgebungen tätig sind. Es ist gut, Kältespray griffbereit zu haben. Auch für Monteure, die nur selten mit einer solchen Situation konfrontiert werden, ist es sinnvoll, diese schnelle Lösung zu kennen und bei Bedarf im Arbeitsalltag daran zu denken.
Zu guter Letzt sollten Sie bedenken: Unabhängig davon, ob Sie in einer heißen Umgebung arbeiten oder nicht, sollten Sie besonders aufmerksam und vorsichtig sein, sobald sich Ihr Folienmaterial erwärmt. Denn die Eigenschaften der Folie können sich bei steigender Temperatur und erwärmtem Klebstoff leicht verändern, wie oben erwähnt.
Wenn die Wärme nicht durch natürliche Faktoren verursacht wird und es möglich ist, empfiehlt es sich, die Werkstatt auf Raumtemperatur zu halten. So bleibt die Autofolie in optimalem Zustand. Außerdem verläuft die Montage reibungsloser und effizienter. Zumindest müssen Sie sich dann keine Sorgen um ungleichmäßige Schnitte machen.