Fahrzeugfolierungstipps. Dachfolierung ohne Lackschäden

Vehicle wrapping tips.  Roof wrapping without damaging paint

Aron Goa |

Wenn es um das Bekleben von Dächern geht, kommt es vor, dass Monteure versehentlich direkt in den Lack schneiden oder die Folie überdehnen, wenn sie nicht richtig vorgehen. Deshalb stellen wir Ihnen heute zwei Methoden vor, mit denen Sie überschüssige Folie an den Dachspalten sauber abschneiden können. So vermeiden Sie Schnitte in der Karosserie und erreichen gleichzeitig eine vollständige Abdeckung des Bereichs sowie eine gute Fahrzeugverklebung.

Für die erste Methode benötigen wir ein Messer, wie wir es normalerweise verwenden; die andere erfordert lediglich TRI Line von 3M Knifeless Tape.

Zunächst einmal sehen wir uns die Situation in diesem Bereich an: Beim Bekleben des Dachs gibt es zwischen dem Dachbereich und der Fahrer-/Beifahrerseite meist einen natürlichen Übergang. Dort befindet sich in der Regel auch eine Zierleiste, die sich in den meisten Fällen leicht entfernen lässt.

Wenn wir zu diesem Übergang kommen, würden wir das Material normalerweise darüber hinwegspannen. Manche drücken es auch hinein, was zu einer Überdehnung führt. Daher heben Monteure das Material häufig auf beiden Seiten an und legen es in die Vertiefung. Anschließend schneiden sie mit dem Messer – meist senkrecht zur Oberfläche – und es besteht ein hohes Risiko, direkt in die Karosserie zu schneiden. Außerdem ist es in diesem Fall extrem schwierig, einen geraden Schnitt zu erzielen.

Wie vermeiden wir das also? Hier sind unsere zwei Lösungen, die nur wenig Vorbereitung erfordern und sehr einfach umzusetzen sind.

Die erste Methode ist die bereits erwähnte, bei der ein Messer benötigt wird. Bevor wir beginnen, spannen wir die Folie wie gewohnt über die Lücke. Statt das Material anzuheben und hineinzulegen, nehmen wir jedoch unser Kunststoffmesser und lassen die Klinge nur minimal hervorstehen. Das Material sitzt bereits straff über der Öffnung.

Was wir nun tun müssen, ist, das Messer genau in die Mitte der Nut zu drücken. Dadurch erhalten wir etwa einen Zentimeter (einen halben Zoll) Materialzugabe über der Nut. Anschließend schneiden wir bis zur Lücke herunter. Technisch gesehen handelt es sich dabei um einen großen Entlastungsschnitt. Er ist jedoch sicher genug, da die Klinge den Lack nicht berührt.

Es ist eine schnelle und einfache Methode: Lücke überspannen, Klinge kurz ausfahren und schneiden. So erhalten wir zugleich eine vollständige Abdeckung des Dachs. Der einzige Nachteil ist, dass es für Anfänger schwierig sein kann, den Schnitt vollkommen gerade auszuführen. Natürlich ist das aber deutlich besser, als in die Karosserie zu schneiden.

Das war also die erste Lösung mit Messer. Für die zweite Methode müssen wir zunächst unsere Tri Line vorbereiten. Die 6-mm-Variante reicht aus – Sie können jedoch auch 9 mm verwenden, um etwas mehr Tiefe zu erzielen.

Hierbei legen wir die eine Schnur der Tri Line im oberen Bereich des Dachs an. Dann führen wir die beiden anderen Schnüre leicht in die Nut ein. Bevor Sie mit der Anwendung beginnen, nehmen Sie die Tri Line auf und schneiden Sie die beiden inneren Linien durch – die äußere Linie, die tief in der Nut liegt, ist dann diejenige, die gezogen wird. Sobald das Material die Lücke überspannt, entsteht Spannung, die uns hilft, den Schnitt dort sehr sauber auszuführen.

Mit dieser Methode ist kein Messer im Spiel, sodass überhaupt keine Gefahr besteht, den Lack zu beschädigen. Darüber hinaus sorgt sie für einen absolut gleichmäßigen Schnitt. Gleichzeitig gewährleistet sie eine vollständige Abdeckung des Bereichs.

Dennoch gibt es einige Punkte, die wir beachten müssen: Arbeiten Sie nicht zuerst den mittleren Teil aus und führen Sie das Material dann zu den Ecken, da sonst Falten entstehen.

Das sind also zwei Lösungen, mit denen Sie Beschädigungen an der Fahrzeugkarosserie beim Schneiden am Dach vermeiden können. Sie sind einfach und schnell, sparen viel Montagezeit und bewahren Sie vor Problemen. Das Wichtigste ist, dass sie die beste Qualität bei der Fahrzeugverklebung gewährleisten.

Wenn Sie es noch nicht ausprobiert haben und beim Dach noch unsicher sind, warum versuchen Sie es nicht einfach? Schreiben Sie unten einen Kommentar und lassen Sie uns wissen, wie es gelaufen ist!

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