Bei Autofolierungsprojekten kommt es vor, dass Verarbeiter mit Trägerpapier arbeiten, das nicht besonders gut ist – insbesondere bei preisgünstigen Folien. Es reißt von hinten ein, wenn sie es während der Verklebung abziehen möchten, und hinterlässt möglicherweise sogar kleine Rückstände.
Das ist überhaupt nicht lustig. Es verursacht nicht nur Probleme bei der Verklebung, sondern verlangsamt auch den gesamten Prozess.
Angenommen, ein Verarbeiter foliert auf die übliche Weise. Zuerst wird das Material auf die Oberfläche aufgebracht und etwas Trägerpapier abgezogen, damit es dort gehalten werden kann. Setzen Sie oben ein Scharnier und schneiden Sie das Trägerpapier mit einer Snitty gerade über die Autofolie hinweg ein.
Dies sind alles gängige Techniken für die Fahrzeugfolierung. Der dritte Schritt besteht darin, mit der Rakel von der Mitte nach links oder rechts zu arbeiten und anschließend die andere Seite auszuarbeiten. Dabei wird vom temporären zum permanenten Scharnier gearbeitet, bis das Material sicher fixiert ist.
Als Nächstes greifen Sie die dahinter gefaltete Trägerfolie und ziehen sie gerade ab, manchmal um beispielsweise Falten zu beseitigen. Bei einer Autofolie mit unzureichender Qualität – oder minderwertigem Trägerpapier – kann der Liner jedoch empfindlich sein und leicht reißen.
Da der Verarbeiter mit der Snitty gerade über die Folie geschnitten hat, ist das Trägerpapier nun eingerissen oder reißt manchmal sogar weiter, obwohl die verwendete Technik völlig korrekt ist.
Wenn eine solche Situation eintritt – oder Verarbeiter sie voraussehen –, können sie wahrscheinlich nicht einfach entscheiden: „Lassen Sie uns mit etwas besonders Hochwertigem folieren“, denn Kunden möchten manchmal preisgünstige Folien verwenden. Und die Qualität des Trägerpapiers kann häufig sehr frustrierend sein.
Wie lässt sich also verhindern, dass das Trägerpapier beim Schneiden reißt? Es lohnt sich, den Liner halbmondförmig einzuschneiden.
So können Verarbeiter vorgehen:
Bringen Sie die Autofolie auf der Oberfläche auf und fixieren Sie sie. Ziehen Sie das Material etwas nach unten. Setzen Sie dort ein Scharnier und schneiden Sie den Liner halbmondförmig ab. Heben Sie nach dem Schnitt den Kreis aus dem Trägerpapier an, falten Sie ihn, schieben Sie ihn nach hinten und drücken Sie ihn mit Ihrer Rakel an. Achten Sie lediglich darauf, dass er hinter der Autofolie fest genug sitzt und nun bündig an der Kante der Autofolie anliegt.
Beim geraden Schneiden mit der Snitty bleibt der Liner dort recht bündig und flach. Beim halbmondförmigen Schnitt müssen Verarbeiter den Kreis jedoch wirklich nach hinten schieben und sicherstellen, dass er dort absolut fest sitzt, da sich die Folie sonst anheben kann.
Nun müssen Verarbeiter nicht mehr das gesamte Paneel anheben oder den Vorgang unnötig kompliziert machen, und das Trägerpapier reißt beim Ziehen nicht mehr. Sie können den Liner gleichmäßig anheben, weil sich jetzt diese halbmondförmige Lasche darunter befindet.
Es besteht keine Gefahr mehr für einen schlechten Snitty-Schnitt. Wenn Sie stattdessen ein Messer verwenden möchten, ist das ein absolutes No-Go, denn in diesem Fall ist die Gefahr, den Lack einzuschneiden, sehr hoch.
Schneiden Sie den Liner daher einfach halbmondförmig ein, schieben Sie den Kreis nach hinten und drücken Sie ihn fest an. Verarbeiter können nach dem Andrücken mit der Rakel auch mit dem Daumen von links nach rechts darüberstreichen.
Sobald alles fixiert ist, kommt schließlich die Rakel auf dem Paneel zum Einsatz. Grundsätzlich hat sich die Verklebetechnik überhaupt nicht verändert. Beginnen Sie also wie gewohnt direkt in der Mitte mit der Rakelarbeit.
Wir ändern hier lediglich die Art, wie der Liner eingeschnitten wird. Alles andere bleibt gleich: Arbeiten Sie vom temporären zum permanenten Scharnier. Fixieren Sie die Folie, sorgen Sie nach dem Schneiden des Liners für einen glatten Ablauf, arbeiten Sie die Folie aus und schneiden Sie überschüssige Folie wie gewohnt ab. So erhalten Sie ein schönes, sauberes Finish.